Das Bier zum Feierabend, das Glas Wein beim Kochen – für viele ist das ein vertrautes Ritual, kein Problem. Und trotzdem lohnt es sich, genauer hinzusehen, was dieses Ritual eigentlich für dich leistet.
Ritual oder Bedürfnis?
Ein Ritual gibt dem Tag einen Rahmen. Ein Bedürfnis verlangt danach, egal was passiert. Der Unterschied zeigt sich meist erst, wenn das Ritual ausfällt: Wie reagierst du, wenn kein Wein im Haus ist? Wie fühlt sich ein Abend ohne an?
Wenn ein fehlendes Getränk Unruhe, Reizbarkeit oder das Gefühl auslöst, etwas zu vermissen, ist das ein Hinweis darauf, dass es längst mehr als Genuss ist.
Woran du ein Warnsignal erkennst
Die Menge sagt weniger aus, als man denkt. Entscheidender sind Fragen wie: Trinke ich, um runterzukommen, oder weil es mir schmeckt? Wird aus einem Glas fast automatisch ein zweites? Ist der Feierabend ohne Alkohol schwer vorstellbar geworden?
Auch das Umfeld bemerkt manchmal mehr, als einem lieb ist – ein beiläufiger Kommentar von Partner oder Freundinnen ist oft der erste ernstzunehmende Hinweis.
„Nicht die Menge macht den Unterschied, sondern die Funktion, die der Alkohol in deinem Alltag übernommen hat.“
Ein Feierabendbier ist nicht automatisch ein Problem. Aber wenn du merkst, dass du öfter darüber nachdenkst, als dir lieb ist, ist das ein guter Moment, genauer hinzuschauen – bevor aus Gewohnheit etwas wird, das du nicht mehr steuern kannst.
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